abraxandrias world of visions

Coelho's Blog

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 25 Jan, 2008

Paulo Coelho, der brasilianische Schriftsteller und Autor von Werken wie "Der Alchimist", "Auf dem Jakobsweg", "Unterwegs / Der Wanderer", "Veronika beschließt zu sterben"... , hat jetzt einen Weblog:

http://www.paulocoelhoblog.com/


Übers Fortgehen

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 17 Jan, 2008

Warum geht man fort?

Damit man zurückkehren kann,
um den Ort, den man verlassen hat,
mit neuen Augen
und zusätzlichen Farben
zu sehen.

Und auch die Menschen dort
sehen einen anders.
Dorthin zurückzukehren,
wo man begonnen hat,
ist nicht das Gleiche,
wie nie zu gehen.

(aus: Terry Pratchett, Ein Hut voller Sterne)

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Tiefenangst

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 11 Jan, 2008

Schon nach kurzer Zeit begriff Tiffany, dass Frau Grad mit ihrer Frage nach Höhenangst nicht den Kern der Sache getroffen hatte. Vor Höhen fürchtete sich Tiffany nicht. Sie konnte an hohen Bäumen vorbeigehen, ohne mit der Wimper zu zucken. Es bereitete ihr überhaupt keine Schwierigkeiten, an hohen Bergen emporzusehen.
Jetzt fühlte sie etwas, das ihr bisher noch nicht klar geworden war: Sie fürchtete sich vor Tiefen. Sie hatte Angst davor, so tief zu fallen, dass ihr Zeit genug blieb, vom Schreien außer Atem zu geraten, bevor sie mit solcher Wucht auf die Felsen prallte, dass sich ihr Körper in Gallert verwandelte und alle ihre Knochen zu Staub zerbrachen. Sie fürchtete sich vor dem Boden, um ganz genau zu sein. Frau Grad hätte besser nachdenken sollen, bevor sie die Frage stellte.

(aus: Terry Pratchett, Ein Hut voller Sterne)

Schmunzel.
Jetzt muß ich noch mal genau überlegen, woran ich denn nun eigentlich leide. Flugangst, Angst an Bergen herunter zu gucken, Angst zu fallen... . Bislang bezeichnete ich das ja als Höhenangst. Grübel. Wenn ich so genauer darüber nachdenke, ich habe vielleicht doch eher Tiefenangst. Auf jeden Fall habe ich Abstürzangst.


Das Nachtgespenst

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 31 Okt, 2007

Heute abend um sechs,
kommt die Hex.
Kurz darauf um sieben,
fängt sie fette Fliegen.
Schlägt die Turmuhr acht,
wird es langsam Nacht.
Später dann um neune,
knistert's in der Scheune.
Zeigt das Ziffernblatt zehn,
ist noch nichts zu sehn.
Ist es erst mal elf,
wird es bald schon zwölf,
und dann um Mitternacht
das Nachtgespenst erwacht.

(aus: Cordula Pertler / Eya Reuys, Kinder feiern Halloween)


Notizen zum Glück II

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 25 Okt, 2007

Das Glück des Eichhörnchens hing von der Art und Weise ab, wie es die Situation sah.

Glück ist eine Sichtweise auf die Dinge.

(Francois Lelord, Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück)


Notizen zum Glück

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 24 Okt, 2007

Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, um sich sein Glück zu vermiesen.

(Francois Lelord, Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück)


Vom Warten

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 22 Okt, 2007

... Aber warte nicht darauf, lebe! Es ist falsch zu warten. Man verpaßt dabei das Leben. Nichts ist so wichtig, daß man darauf warten soltte. Das Leben ist ein Weg, kein Ziel.

(Hans Kruppa, Kaito)


Vom eigenen Weg

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 13 Okt, 2007

Alle Wege, die ins Wesentliche führen, solltest du nur in Begleitung von Menschen gehen, die wirklich zu dir passen - oder allein.

(Hans Kruppa, Kaito)


Vom Glück

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 11 Okt, 2007

"Du gehörst dorthin", entgegnete der Meister mit fester Stimme,
"wo du dich am besten entfalten kannst,
denn Entfaltung ist der Sinn der Seele."

"Gib dich mit dem zufrieden, was dich zufrieden macht.
Und werde glücklich mit dem, was dich glücklich macht."

(Hans Kruppa, Kaito)


fair is foul...

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 26 Sep, 2007

1 witch:
When will we three meet again,
In thunder, lightning or in rain?

2 witch:
When the hurlyburly's done,
When the battle's lost and won.
3 witch:
That will be ere the set of sun.
1 witch:
Where the place?
2 witch:
Upon the heath.
3 witch:
There to meet with Macbeth.
1 witch:
I come, Graymalkin!
All:
Paddock calls. - Anon! -
Fair is foul, and foul is fair:
Hover through the fog and filthy air.

(Shakespeare, Macbeth, Act One, Scene 1)


Neuanfang

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 26 Jul, 2007

Wenn ihr eine Vergangenheit habt, die euch nicht befriedigt,
dann vergeßt sie.
Erfindet eine neue Geschichte für euer Leben und glaubt daran.
Konzentriert euch nur auf die Augenblicke,
in denen ihr erreicht habt, was ihr wolltet -
und dann wird diese Kraft euch helfen
zu erreichen, was ihr euch wünscht.

(Paulo Coelho, Der fünfte Berg)


Das Geheimnis

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 25 Jul, 2007

Das Geheimnis des Lebens besteht jedoch darin, siebenmal hinzufallen und achtmal aufzustehen.

(Paulo Coelho, Der Alchimist)


Die größte Lüge der Welt

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 20 Jun, 2007

"Es ist ein Buch, das vom selben handelt wie alle anderen Bücher", fuhr der Alte fort. "Der Unfähigkeit des Menschen, sein Schicksal zu wählen. Und schließlich bewirkt es, daß alle an die größte Lüge der Welt glauben."
"Welches ist die größte Lüge der Welt?" fragte der Jüngling überrascht.
"Es ist diese: In einem bestimmten Moment unserer Existenz verlieren wir die Macht über unser Leben, und es wird dann vom Schicksal gelenkt. Das ist die größte Lüge der Welt!"

(Paulo Coelho, Der Alchimist)


Vitamin Z, K und F

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 19 Mai, 2007

Neulich gelesen:

Nach einem großen Becher mit etwas, das sich Macchiato Karamell nannte, kehrten die Lebensgeister der jungen Frau allmählich zurück. Danach verdrückte sie ein Wurstbrötchen und ein Schokoladen-Muffin. "Vitamin Z, K und F", grinste sie, "das bringt mich wieder auf die Beine: Zucker, Koffein und Fett."

(aus: Nury Vittachi, der Fengshui-Detektiv und der Geisterheiler)


Hmm, hört sich recht stimmig an, dieses Vitamin Z, K und F. Da hat es doch mal jemand auf den Punkt gebracht! Z, K und F - das sind doch die eigentlichen Vitamine! Genau was ich brauche und dessen ich mich auch gern bediene, grins. Leider ist meine Figur da anderer Ansicht. Zu schade eigentlich!


-fremd-

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 18 Mär, 2007

Gerade gelesen:

Diese Leute, die Zeit, der Ort, der Planet ... Was hatte sie hier zu suchen? Sie hatte das unheimliche Gefühl, ihren Kopf aus einer Kiste zu strecken. Sie fühlte sich seltsam preisgegeben. Sie fühlte sich fremd. Ihr Atem ging langsam, aber ihr Herz raste. Sie war so müde, als wäre alle Kraft aus einem Loch im Bauch entwichen. Es kostete sie Mühe, sich zu konzentrieren.

(aus: Der Feng Shui Detektiv, Nury Vittachi)

Nun, diese Gefühle kenne ich auch....


Wolpertingerwelpen

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 27 Dez, 2006

"Wolpertingerwelpen, die (Forts.): Es gibt die wissenschaftlich noch nicht erhärtete Theorie, daß sich Wolpertingerwelpen in ganz jungem Alter von Zuneigung ernähren können. Man schließt gewisse telepathische Fähigkeiten bei Ihnen nicht aus, die sie in die Lage versetzen, die Ihnen entgegengebrachte Zärtlichkeit in Kalorien zu verwandeln."

Ausschnitt aus dem "Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamazoniens und Umgebung." von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller

(Walter Moers, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär)


Mensch, das ist ja putzig!
Mich hat diese Textstelle im nachhinein dann doch stärker berührt. Und bei aller Satire dieses Buches wurde ich nachdenklich und erinnerte mich daran, was Wissenschaftler über Babys sagten: nämlich, daß ein Baby ohne Zuneigung genauso sterben kann wie ohne Nahrung. Also ist Zuneigung die eigentlich wesentliche Nahrung mit gut geschätzen Kalorien. So gesehen fühle auch ich mich wie diese Welpen. Immer her damit, davon ernähre ich mich gerne!


Gewichtsproblematik?

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 24 Nov, 2006

Wo ich grad so in meinem Afrika-Krimi rumschmökerte, stolperte ich heute über folgende Aussage, die mich doch sehr erfreute:

"... Sie war schließlich eine traditionell gebaute Dame und brauchte sich um Kleidergrößen keine Gedanken zu machen - nicht wie diese armen, neurotischen Leute, die ständig in den Spiegel schauten und sich zu dick fanden. Was hieß überhaupt zu dick? Wer hatte das Recht, anderen zu sagen, welche Größe sie zu haben hätten? Es war eine Diktatur der Dünnen, und so etwas ließ sie sich nicht gefallen. Wenn diese Dünnen noch aufdringlicher wurden, blieb nichts anderes übrig, als sich auf sie zu setzen. Ja, das würde ihnen eine Lehre sein! Haha!"

(Alexander McCall Smith, Ein Koch für Mma Ramotswe)

Da drängt sich mir doch so manche Frage auf. Was soll dieser ganze Schlankheitswahn und wo führt er hin? Ich plediere dafür, zu essen was schmeckt und sich wohl zu fühlen.


Vampire´s Lullaby

geschrieben von abraxandria in Songs/Alben/favourites, Literarisches - 25 Sep, 2006

Nun, da habe ich mir mal ein Kinderbuch mit Vampirgeschichten ausgeliehen, um mir einen gemütlichen Abend mit lecker Tee, Schoki und Keksen zu machen. Da stolpere ich zugleich über folgende Aufklärung... . Und bin zutiefst entzückt, werde ich doch mal wieder an meine heiß geliebte Kindersendung erinnert.

"Vampire haben auch merkwürdige Angewohnheiten. So müssen sie zum Beispiel alles zählen, was ihnen unter die Augen kommt. Sorg deshalb dafür, dass du immer einen kleinen Beutel mit Getreidekörnern bei dir hast. Wenn dir ein Vampir auf den Fersen ist und du die Getreidekörner hinter dir ausstreust, fühlt sich der Vampir gezwungen zuerst die Getreidekörner zu zählen, ehe er sich an dir vergreift. Du hast inzwischen wunderbar Zeit seinem ekelhaften Kuss zu entrinnen - außer wenn es sich bei diesem Vampir um deine kleine Schwester handelt, die deine Getreidekörner heimlich gezählt hat, während du geschlafen hast. Dann ist es sowieso zu spät."
(Ton van Reen, Blutsbrüder)

Die beste Musik zum lesen bei einer solchen Lektüre ist im übrigen "Vampire´s Lullaby" (My One Desire) von Willy de Ville von seinem Album "Loup Garou"... , wunderschöner Song.

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Am Fensterputzen

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 18 Sep, 2006

"Wenn ich mich richtig erinnere, hat meine bis ins hohe Alter rüstige Oma immer Zeitungspapier zum streifenfreien Abtrocknen genommen. Ich knülle also den Kulturteil der «taz» von gestern zusammen und reibe die Außenseiten mit einem Eminem-Interview trocken, zur Strafe, weil der kleine Mann immer seine Freundinnen verkloppt. Man sollte Künstler, von denen man weiß, dass sie Frauen schlagen, überhaupt nicht mehr unterstützen. Meine letzte James-Brown-Platte habe ich darum auch geklaut, damit der Godfather ja keinen müden Cent davon sieht, und einen Picasso kaufe ich mir gar nicht erst."
(Jenni Zylka : 1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann)

Nun, da weiß ich gar nicht, welchen Tipp ich zuerst beherzigen sollte, den Putz-Trick oder den Tipp, seine Platten in Zukunft besser zu klauen, um sicher zu gehen auch moralisch zu handeln... ;-)

Waschanlagen-Tape

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 11 Sep, 2006

"Das beste am Durch-die-Waschanlage-Fahren ist nämlich die Musik: Ich habe eigens aufgenommene Waschanlagen-Tapes, denn die Aufgabe, eine Kassette zusammenzustellen, bei der alle Songs zu psychedelisch-bunten, schweren Riesenborsten und plätscherndem Industrie-Sound passen, hat mich einfach gereizt. Vor allem müssen die Songs relativ kurz sein, sonst kann man nur einen hören, weil man sich zum Beispiel nur das billigste aller Programme leisten kann..."
(Jenni Zylka: 1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann)

Jep, da fühl ich mich doch mal verstanden und wiedergefunden. Endlich mal ein Wesen, daß die Kunst des Tape-Erstellens zu schätzen weiss... :
die Mühe, sich stundenlang vor die Anlage zu hocken, endlich etwas passendes voller Stolz gefunden zu haben, um dann jeden dritten bis vierten Fund zu verwerfen; die Freude beim Wühlen in den eigenen Plattenschätzen; die blanke Euphorie anhand dessen; und dann endlich das gelungene und mehrfach geprüfte Werk in Aktion, für diese Aktion ganz speziell hergestellt; purer Genuss!

Buchempfehlung

geschrieben von abraxandria in Literarisches, Büchertipps - 30 Aug, 2006

Jenni Zylka "1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann":

Wer "Sex and the City"und "Bridget Jones" mag, wird auch dieses Buch lieben. Es ist sozusagen die deutsche Version. Und wie ich finde, dadurch viel ansprechender.
Judith, die Protagonistin, ist 35 Jahre alt, Single und lebt in Berlin. Sie arbeitet nachts bei einem TV-Hausfrauenmagazin, trinkt Cocktails, hängt in der Kneipe ihrer Freundin rum oder ist on tour mit ihrem schwulen Freund. Ansonsten sammelt sie Schallplatten und Filmszenen mit Kontaktlinsen und Brillen und ihre Lieblingsradiosendung heißt "Musik für Nörgler".

"Wir hatten uns am Abend vorher bei einer Privatparty in Friedrichshain kennen gelernt, ich gehe manchmal einfach hinter angetrunkenen Menschengruppen her, die nach Fete aussehen, und bin auf diese Art schon in den lustigsten Hinterhauswohnungen gelandet. Man muss sich nur im richtigen Augenblick in das Gespräch einschalten. Meistens glaubt dann jeder, man kenne einen der Beteiligten. Auf dem Fest selbst begegnet man evetuellen fragenden Blicken mit einm <<Christian/Markus/Klaus/Stefan hat mich eingeladen>>, und normalerweise sind alle zu lieb, um einen wieder rauszuschmeißen."


Eine Frage des Alters

geschrieben von abraxandria in Literarisches - 10 Aug, 2006

"Ich bin 45, ich habe nicht die ganze Nacht Zeit, das sind meine Argumente in solchen Fällen. Eigentlich bin ich erst 35, aber so kommt man meistens billig an Komplimente: <<45? Du siehst aber wirklich jung aus!>> Viel einfacher, als es anders herum und sich jünger zu machen und dann wie eine weise, greisenhafte 25-jährige zu wirken."
(Jenni Zylka, 1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann)